LOGISTIKZENTRUM FÜR PALETTEN
Der immer härter werdende Wettbewerb in der Nahrungs- und Genussmittelbranche fordert nach einer vollautomatischen Gesamtlogistiklösung, um kürzere Bestellzeiten und eine schnelle und flexible Auslieferung zu gewährleisten.
Die Firmengruppe Spitz ist eines der größten Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelbranche und steuerte mit einem Logistikzentrum eine rechtzeitige EG-Reife an. Mit diesem umfangreichen Investitionsprogramm befindet sich die Firma Spitz auf dem neuesten Stand der Technik und kann somit durch das Zusammenspiel aller Faktoren höchste Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen garantieren.
ANFORDERUNGEN & VORAUSSETZUNGEN
- Systemleistung von 720 Paletten pro Stunde im Doppelspiel
- Lagerkapazität von 19.000 Paletten
- Anbindung an sämtliche Produktionsbereiche (Bäckerei, Füllbetriebe, Spirituosen-, Konfitüren-, Ketchup- und Senferzeugung)
- Notfallsystem für Ausfälle
LÖSUNG
Die Einlagerung in das Kompaktlager erfolgt aus der automatischen Produktionsanbindung über eine Fördertechnik auf zwei Lagerebenen, wodurch eine Einlagerleistung von 360 Paletten pro Stunde erreicht wird. Weiters dienen zwei ITS-Entladestationen zur Anbindung der Spirituosen-, Konfitüren-, Ketchup- und Senferzeugung und als Notstrategie bei Störungen. Die fertig palettierten und gesicherten Paletten werden automatisch mit einem Barcode versehen, durchlaufen eine automatische Identifikationsstelle und werden dem entsprechenden Lagerbereich zugeordnet.
Die Auslagerung aus dem Hochregallager erfolgt über zwei bzw. drei parallele Förderstrecken zu den Verschiebewagen in der LKW-Versandbereitstellung. Mit diesen Verschiebewagen werden bis zu 360 Paletten pro Stunde in der Versandbereitstellung verteilt und den Verladeboxen zugeordnet. Die LKW-Versandbereitstellung besteht aus 16 Verladeboxen mit je drei Schwerkraftbahnen.
Pro Verladebox können 36 Paletten bereitgestellt werden. Der Bahnversand wird über eine eigene Fördertechnikanbindung aus dem Hauptauslagerstrang versorgt.
Sowohl das Kellerlager mit seinen 600 Stellplätzen zur Zwischenlagerung von Produkten mit längerem Reifeprozess als auch das Kommissionierlager sind über eine Förderstrecke bzw. einen Senkrechtförderer mit dem Kompaktlager verbunden.
EINGESETZTE TGW-TECHNIK
Die Einlagerung erfolgt vorrangig über drei Produktionsanbindungen, wo die fertigen Paletten automatisch mit einem Barcode versehen werden und eine automatische Konturen- und Übergewichtskontrolle durchlaufen, bevor sie der Fördertechnik übergeben werden.
Unmittelbar vor der Einlagerung in das Kompaktlager werden die Paletten mittels automatischer Barcodelesung identifiziert und selbstständig unter Berücksichtigung des Artikelspektrums einem Lagerplatz zugeordnet.
Die ITS-Anbindung vor dem Kompaktlager dient zur Spitzenlastabdeckung bzw. als Notstrategie bei Störungen eines Einlagerstranges. Fertige Paletten werden mittels ITS-Zügen zur ITS-Entladestation transportiert. Dort wird mittels Verschiebewagen das Satellitenfahrzeug muli am ITS-Zug positioniert und mit diesem blockweise zwei Paletten mit je ca. 1000 kg vollautomatisch entladen.
Durch den Einsatz des Satellitenfahrzeuges muli auf dem Regalbediengerät und der durch Simulation optimierten Lagervorzone ist ein rasches und schonendes Ein- und Auslagern in dem 10-gassigen Kompaktlager möglich.
Die Paletten werden von dem Satellitenfahrzeug muli aufgenommen und automatisch ein- bzw. ausgelagert. Das muli hebt bei einem Einlagervorgang die Palette vom Regalbediengerät ab, verfährt diese zum Lagerplatz in den Lagerkanal hinein und senkt die Palette dort wieder ab, bevor das muli zum Regalbediengerät zurück fährt.
Nach der Auslagerung wird die Zuordnung der Paletten auf die Verladeboxen grundsätzlich vom Lagerverwaltungsrechner vorgegeben, kann jedoch im Bedarfsfall manuell vergeben werden. Die zur Verfügung stehenden Verschiebewagen verteilen bis zu 360 Paletten pro Stunde auf die einzelnen Schwerkraftbahnen.
Pro Verladebox können 36 Paletten bereitgestellt werden. Die Abnahme erfolgt stirnseitig mittels Elektro- oder Handgabelhubwagen.
Nähere Informationen zum Unternehmen erhalten Sie auf der Spitz-Website unter www.spitz.at.




