Neues Distributionszentrum für COOP

Vollautomatisiertes Tiefkühllager am Standort Schafisheim

Die Ausgangslage: der Start in das Projekt

COOP hat den Anspruch, der beste und kundenorientierteste Lebensmittelhändler in der Schweiz zu sein. Dieser Anspruch zieht eine Fülle an Anforderungen in der Intralogistik nach sich. Deshalb startete COOP 2012 unter den folgenden Prämissen ein 600 Mio. CHF Intralogistik-Projekt:

  • Drei regionale Distributionszentren, drei Deep-Freeze Distributionszentren und drei Großbäckereien an einem Standort konzentrieren
  • Ein hoher Automatisationsgrad und modernste Robotik realisieren
  • Die CO2-Ziele von COOP bestmöglich unterstützen
  • Einen starken Intralogistik-Partner finden, der über die notwendigen Technologien verfügt sowie die Denkweise und Ziele von COOP versteht

   
Dieses anspruchsvolle Vorhaben geht über ein einfaches Lager weit hinaus. Deshalb suchte COOP einen Intralogistik-Anbieter, der als Generalunternehmer das komplexe Gesamtsystem über verschiedene Temperaturbereiche realisieren konnte. Entstanden ist ein auf mehrere Gebäude verteiltes, integriertes Intralogistik-System auf über 240.000 m2. Wesentliche Teile sind das gekühlte Logistikzentrum sowie das vollautomatisierte Tiefkühllager, mit dem COOP einen neuen Maßstab setzt.

Details & Fakten zur Intralogistik-Lösung

Der Kunde   

  • COOP Genossenschaft, Distributionszentrum Schafisheim, Schweiz
  • Schweizer Genossenschaft: Lebensmittel-Einzelhandel, Großhandel, spezialisierter Einzelhandel und Lebensmittel-Produktion
  • Umsatz: Über 29 Mrd. CHF (2017)
  • Mehr als 86.000 Mitarbeiter (2017)
  • Über 2.400 Verkaufsstellen

    
      

Das Projekt

     

 

     

   

       

„Die Konzentration der Warenmengen auf einen Standort erlaubt die Investition in Automation und Robotik.“

Interview mit Daniel Hintermann, Direktor Logistik bei COOP

  • Integriertes und automatisiertes Intralogistik-System. Lagerautomatisierung für den Kühl- und Tiefkühlbereich, das Trockensortiment, die Backwaren-Produktion sowie die Leergebindezentrale (Abwicklung der wiederverwendbaren Verpackungen aller Schweizer Filialen)
  • Konzentration von drei regionalen Distributionszentren, drei Tiefkühl-Distributionszentren und drei Großbäckereien an einem Standort
  • 2- bzw. 3-Schichtbetrieb je nach Teilbereich
  • Investitionsvolumen 600 Mio. CHF
  • Über 10.000 Tonnen CO2-Reduktion pro Jahr
  • Einsparungen von 50 Mio. CHF pro Jahr
  • Umsetzung in mehreren Etappen von 2012 bis 2016, Vollbetrieb des gesamten Standortes seit Juni 2016
  • Maßgeschneidertes Wartungs- und Instandhaltungskonzept
  • 130 Mio. Units pro Jahr

Die Intralogistik-Lösung

Das von TGW umgesetzte Intralogistik-System verbindet verschiedene Wareneingangszonen, Palettenlager, Kommissionierzonen und die Warenausgangsbereiche mit Fördertechnik für Rollcontainer. Die zwei Hauptgebäudekomplexe sind über eine 160 Meter lange Brücke verbunden und umfassen Lösungen für:

  • Tiefkühlware – „der Tiefkühlautomat“: Vollautomatisiertes Handling von Tiefkühlwaren bei -23° C von der Depalettierung über die Einlagerung in das Shuttle-System bis zur Kommissionierung per Roboter
  • Gekühlte Ware – „der Kälteautomat“: Vollautomatisches Logistikzentrum für gekühlte Ware (+2° C) zur Belieferung der Filialen mit einer Tagesumschlagsleistung des gesamten Shuttle-Lagers
  • Leergebinde – „das Return-Center“: Automatisierte Leergutzentrale zum Anliefern und Wiederaufbereiten (depalettieren und entleeren, waschen, sortieren und palettieren) von Leergebinden, Kericht und Werkstoffen (Karton, Plastik, Biomasse). 
  • Trockenware: Lagersystem mit 4.536 Palettenplätzen (ausbaufähig auf 5.670 Stellplätze) und einer Ein- bzw. Auslagerungsleistung von 160 Paletten pro Stunde. Sieben Kommissioniermodule („pick by voice“) mit Mehrkundenkommissionierung
  • Bäckerei & Konditorei: Produktion von 50.000 Tonnen pro Jahr
  • Cross-Docking für Lieferungen aus regionalen Verteilzentralen (Food-/Non-Food Langsamdreher)

Der laufende Betrieb: Betriebskosten und Wartung

Betriebskostenoptimierung beginnt in der Planung

Bereits in der Planungsphase ist es entscheidend, ein maßgeschneidertes Wartungs- und Instandhaltungskonzept zu entwickeln. Dadurch können die Betriebskosten und in Folge die Total Cost of Ownership nachhaltig reduziert werden.

  

  

„Wir haben ein Unternehmen gesucht, das am Markt ähnlich agiert wie COOP, das heißt nachhaltig und umweltschonend.“

Domenico Repetto, Director of Logistics Northwest Logistics Region bei COOP

Total Cost of Ownership

TGW berücksichtigt die späteren Betriebskosten konsequent bei jedem System, jeder Komponente und jedem Produkt. Nur so lassen sich wie im Fall von COOP ambitionierte Kosten- und CO2-Einsparungsziele realisieren. Im Zentrum stehen dabei die Total Cost of Ownership (TCO) über den gesamten Lebenszyklus. Eine TCO-optimierte Planung beginnt bei vermeintlichen Kleinigkeiten wie z.B. Energierückspeisemodulen und einer energieverbrauchsorientierten Achssteuerung der Paletten-Regalbediengeräte. Dies setzt sich – insbesondere im Kühl- und Tiefkühlbereich - durch eine möglichst hohe Lagerdichte fort. 

Neben geringen Abständen zwischen den Lagergütern profitiert COOP von der kompakten Bauweise vieler Komponenten, wie z.B. des Stingray Shuttle-Systems. Im Bereich Energiekosten nimmt das Tiefkühllager eine Sonderstellung ein: Durch Einsatz von Automatisierung und Robotik minimiert COOP das zu kühlende Gesamtvolumen. Wenn dann noch konsequentes Optimieren der Temperaturen – so kalt wie notwendig, aber nicht kälter- und das Herunterfahren des Sauerstoff-Gehaltes auf 14% hinzukommt, entsteht ein betriebskostenoptimiertes Tiefkühllager.

Kontakt

Michael Schedlbauer

    
Industry Manager Grocery
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+43(0)50 486 1580