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Fashion-Logistik: Keine Alternativen zur Automatisierung

(Marchtrenk, 16.10.2019) Ein höheres Service-Level, die zunehmend unvorhersehbare Nachfrage und die schwierige Mitarbeitersuche: Das sind die größten Treiber von Automatisierungsprojekten in der Fashion-Logistik. Daher werden Anbieter von Bekleidung, Schuhen & Co. nicht umhinkommen, in den kommenden Jahren in moderne Intralogistiklösungen zu investieren. So lautete die Quintessenz der ersten „Fashion Expert Days“ des Intralogistik-Spezialisten TGW Logistics Group.
 

Mehr als 120 Fashion-Fachleute – darunter Vertreter von GAP, Puma und Urban Outfitters – waren der Einladung des Unternehmens am 9. und 10. Oktober in dessen Zentrale TGW Evolution Park nach Marchtrenk (Oberösterreich) gefolgt. Dort diskutierten sie mit Wissenschaftlern, Lösungsanbietern und Vertretern bekannter Fashion-Marken über logistische Trends und Herausforderungen in der Bekleidungsbranche. Zudem lernten die Gäste aus Europa, Asien und den USA den interaktiven Showroom und das moderne TGW-Headquarter kennen.  
 

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Höheres Service-Level als Treiber  

 
Supply Chain-Experten von Puma, GAP und Urban Outfitters betonten unisono, dass vor allem ein höheres Service-Level aufgrund gestiegener Kundenerwartungen sowie der Mitarbeitermangel die Treiber für Automatisierungsprojekte in ihren Unternehmen sind. Das bestätigte auch eine Blitzumfrage per App unter den Besuchern: Demnach rechnen 100 Prozent der Befragten damit, dass in den kommenden fünf Jahren das Service-Level so weit steigt, dass taggleiche Lieferungen oder die Sendungszustellung am nächsten Tag Branchen-Standard sein werden. Die Mehrheit der Befragten setzt zur Lösung dieser Herausforderungen auf hochautomatisierte Lösungen. 
  

Sich wandelnde Geschäftsmodelle

 

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Zum Thema unvorhersehbare Nachfrage betonte Franziskos Kyriakopoulos, CEO bei 7LYTIX, dass Big Data-Analysen und Methoden aus dem Bereich Predictive Analytics gut für kurzfristige Planungsszenarien genutzt werden können. Mittelfristige oder sehr langfristige Vorhersagen seien jedoch ungenau, da die Vorhersagen auf Daten aus der Vergangenheit beruhen und sich nur schwer fortschreiben lassen. Wie also wird sich das Verhältnis aus Retail, Großhandel und E-Commerce in Zukunft entwickeln?
  
In diese Kerbe schlug auch Raffaele Destro, Industry Manager für Fashion bei TGW. Er unterstrich die entscheidende Bedeutung von Flexibilität in der Supply Chain: „Unternehmen müssen in der Intralogistik auch darauf vorbereitet sein, dass sich Geschäftsmodelle, Artikelstrukturen oder das Verhältnis zwischen stationärem Handel und E-Commerce ungeplant und schnell ändern.“
 

Damit Unternehmen gut auf die Zukunft vorbereitet sind, bietet TGW hochautomatisierte Systeme. FlashPick® (für die automatisierte Einzelstück-Kommissionierung) und der Taschensorter OmniPick bilden das Herzstück der standardisierten Fashion-Lösungen von TGW: dank ihrer Modularität und Flexibilität eignen sie sich für beinahe alle Kundenanforderungen. „Beide Lösungen wurden so designt, dass sie unabhängig vom jeweiligen Vertriebskanal funktionieren. Dementsprechend decken FlashPick® und OmniPick jede Kombination aus Retail, Großhandel und E-Commerce problemlos ab“, erklärt Destro.
  

Künstliche Intelligenz

 
Wie weit die Entwicklung inzwischen bei OmniPick geht, zeigte Maximilian Beinhofer, Head of Cognitive Systems Development bei TGW. Mithilfe Künstlicher Intelligenz entwickelten die Österreicher den Kommissionier-Roboter „Rovolution“, der Ware aus einem Behälter greift und sie vollautomatisch in einen Auftragskarton (FlashPick®) oder eine Tasche legt (OmniPick). In Verbindung mit einer automatischen Entleerung der Tasche wird daraus ein sogenanntes Zero-Touch-System. Das heißt: Kein Mitarbeiter muss mehr manuell in den Prozess eingreifen.

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Wer automatisiert, muss bereit sein, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Das gilt heute noch genauso wie vor fünf Jahren. Der entscheidende Unterschied ist laut TGW jedoch, dass die beiden neuen Automatisierungslösungen FlashPick® und OmniPick aus standardisierten, vorgefertigten Modulen bestehen, die zügig auf verschiedene Geschäftsmodelle adaptiert werden können. „Die individuelle Anpassung einer Anlage für einen Kunden entfällt dadurch nicht, aber sie geht wesentlich schneller“, so Christoph Wolkerstorfer, CSO der TGW Logistics Group. Die Vorteile der Strategie: eine schnelle Implementierung der Technik, ein zügigeres Hochfahren der Anlage sowie eine einfachere Skalierung. 

Der Schweizer Marco di Pietro, CEO von IdeaPura, sprach über die Vorteile der RFID-Technology, wenn diese von der Produktion bis zum Point-of-Sale eingesetzt wird. Der Italiener Francesco Ponti, CEO von CMC Machinery, referierte über die Funktionsweise von vollautomatischen Verpackungsmaschinen, die auf die Produktgröße angepasste Pakete erstellen 
 
 

Standardisierte Module, schnelle Implementierung

 
Ob Modernisierung oder Neubau: Die großen Bekleidungsanbieter auf den Fashion Expert Days betonten, dass ihre Automatisierungsreise weitergeht. GAP plant laut Kevin Kuntz, Senior Vice President of Global Logistics Fulfillment, sein inzwischen neuntes Shuttle-System - in einem Lager in Columbus, im US-Bundesstaat Ohio. Und der deutsche Sportartikelspezialist PUMA treibt die Zentralisierung seines europäischen Distributionsnetzwerks voran. Maximilian Molkenthin, Senior Head of Logistics, berichtete, dass das neue Riesenlager im bayerischen Geiselwind im Frühjahr 2021 den Betrieb aufnehmen soll. Das Herzstück der Anlage ist ein FlashPick®-System von TGW für die automatisierte Einzelstück-Kommissionierung. 

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