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Die richtige Strategie für eine erfolgreiche SAP EWM Einführung

Für die meisten Unternehmen ist die Einführung von SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) weit mehr als ein IT‑Projekt. Sie markiert einen strategischen Wandel: Prozesse werden neu gestaltet, Verantwortlichkeiten geschärft und die Rolle des Lagers innerhalb der Supply Chain grundlegend neu definiert – von der Beschaffung über die Produktion bis zur Distribution. 

Dennoch scheitern viele SAP‑EWM‑Projekte nicht an der Technologie, sondern an unzureichender Vorbereitung. Sie starten zu technisch, gehen zu schnell voran und verfügen über kein klares Zielbild.

Eine erfolgreiche SAP‑EWM‑Einführung erfordert daher einen strukturierten, geschäftsgetriebenen Ansatz. Dieser Artikel beleuchtet die zentralen strategischen Bausteine und Bewertungskriterien, die Unternehmen von Beginn an berücksichtigen sollten.

6 strategische Schritte

Bevor Lagerlayouts oder Systemeinstellungen diskutiert werden, braucht jedes SAP‑EWM‑Projekt ein klar definiertes Zielbild. Es dient als gemeinsame Orientierung für alle Beteiligten – von Logistik und IT bis zum Management.

Zentrale Fragestellungen sind unter anderem:

  • Welche Rolle soll das Lager künftig in der Supply Chain einnehmen?
  • Welche KPIs sollen messbar verbessert werden?
  • Welche Prozesse sollen standardisiert werden – und aus welchem Grund?

     

Ein starkes Zielbild stellt sicher, dass SAP EWM echten Business‑Mehrwert liefert und nicht zu einer rein technischen Übung wird.

SAP EWM ist kein Allheilmittel für schlecht gestaltete Prozesse. Vor der Implementierung sollten Unternehmen ihren operativen Reifegrad ehrlich bewerten:

  • Sind die Prozesse dokumentiert und stabil?
  • Sind Verantwortlichkeiten klar definiert?
  • Werden Standards konsequent eingehalten?

 

Eine hohe Prozessreife ermöglicht schnellere und risikoärmere Implementierungen. Unklare oder instabile Prozesse führen hingegen häufig zu kundenspezifischen Anpassungen, höherer Komplexität und Verzögerungen.

SAP EWM ist vollständig datengetrieben. Stamm‑ und Bewegungsdaten bilden die Grundlage für Bestandsführung, Lagerstrategien und Automatisierung.

Mangelhafte Datenqualität kann zu falschen Beständen, ineffizienten Kommissionierwegen und Problemen im Automatisierungsumfeld führen. Deshalb sollte eine strukturierte Bewertung der Datenqualität frühzeitig erfolgen – idealerweise noch vor der Blueprint‑Phase.

SAP EWM ist eng mit ERP‑Systemen, MES‑Lösungen, Materialflusstechnik, Transportmanagement und externen Partnern verzahnt.

Je höher der Automatisierungsgrad, desto kritischer werden saubere Schnittstellen und klar definierte Verantwortlichkeiten. Eine frühzeitige Analyse der Systemlandschaft hilft, Integrationsrisiken zu reduzieren und spätere Überraschungen zu vermeiden.

Viele SAP‑EWM‑Projekte geraten nicht aufgrund technischer Herausforderungen ins Stocken, sondern wegen organisatorischer Engpässe. Häufige Ursachen sind überlastete Key User, unklare Rollen, parallele Initiativen sowie unterschätzter Test‑ und Schulungsaufwand.

Eine realistische Ressourcen‑ und Organisationsplanung spart Zeit, reduziert Druck im Projektverlauf und erhöht die Gesamtqualität der Umsetzung.

SAP EWM verändert den Arbeitsalltag im Lager grundlegend. Erfolgreiche Einführungen investieren daher frühzeitig in professionelles Change Management, unter anderem durch:

  • strukturierte Schulungen
  • Prozesssimulationen
  • Pilot‑ und Testumgebungen
  • transparente und kontinuierliche Kommunikation
  • eine fundierte ROI‑Berechnung
  • Transparenz über Optimierungspotenziale
  • die Bewertung technischer und organisatorischer Risiken
  • eine Priorisierung von Funktionen nach Business Value

 

Die Veränderungsbereitschaft der Organisation ist entscheidend für Akzeptanz, Produktivität und nachhaltigen Projekterfolg. Weiters unterstützt Sie ein strukturiertes Vorgehen im Finden der besseren Entscheidung und reduziert Fehlinvestitionen.

SAP EWM als Business Initiative verstehen

Eine erfolgreiche SAP‑EWM‑Einführung ist kein IT‑Projekt – sie ist eine strategische Business‑Initiative. Unternehmen, die Zielbild, Prozesse, Daten und Organisation strukturiert angehen, reduzieren Risiken, beschleunigen die Umsetzung und schaffen nachhaltigen Mehrwert entlang der gesamten Supply Chain.

TGW Logistics ist ein international führender Anbieter von hochautomatisierten Intralogistik-Lösungen mit Headquarter in Österreich. Als Systemintegrator übernehmen wir die Planung, Produktion, Realisierung und Wartung von leistungsstarken Distributionszentren – von Mechatronik über Robotik bis Software. Damit fungieren wir als Möglichmacher für unsere Kunden und unterstützen sie beim Realisieren ihrer Zukunftspläne. Mehr als 4.600 Mitarbeiter:innen in Europa, Asien und Nordamerika überzeugen durch Kompetenz und Lösungsorientierung. Ganz in Übereinstimmung mit unserem Claim: It's possible! Eigentümerin von TGW Logistics ist die TGW Future Privatstiftung.